Die Selbstenttarnung des NSU vor fast 15 Jahren war für viele Antifaschist*innen eine Zäsur – sie musste es sein. Denn sehr viele hatten den rassistischen Erzählungen von Polizei und Medien zu der Mordserie mehr Glauben geschenkt als den Worten der Angehörigen. Die Erfahrung der letzten 15 Jahre zeigt aber auch, dass diese Selbstkritik ein stetiger Prozess bleiben muss. Die Praxis verändert sich immer weiter, sei es im Erkämpfen von Erinnerung gemeinsam mit Betroffenen, im Verhältnis zu staatlichen Handeln und Institutionen oder dem Umgang mit den eigenen verinnerlichten Diskriminierungsformen.
Caro Keller von NSU-Watch blickt reflektierend zurück auf antifaschistische Praxen bezüglich des NSU und des rechten Terrors der letzten 15 Jahre.
Offen ab 20:00, Vortrag um 20:30
Mo. 22.6.26 Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)
Quelle und Details: Kafe Marat
