Landtagswahl 2023

 

Alle Reden der Omas gegen Rechts München zur Landtagswahl 2023 können sie auf dieser Website unter – über uns – Öffentliche Reden der Omas gegen Rechts – nachlesen.

Am 8.10.23 ist Landtagswahl, und die Briefwahl läuft bereits. Verantwortlich wählen! Nicht zulassen, dass auf demokratischem Weg unsere Demokratie ausgehöhlt wird! Wir Münchner Omas gegen Rechts demonstrieren ab 8. September 5x immer freitags von 16 bis 18 Uhr in Haidhausen auf dem Orleansplatz. Resignation, Ratlosigkeit, Nichtstun, nicht wählen oder wütende Protestwahl sind unseres Erachtens keine Alternative. Wir müssen den Rechtsruck aufhalten!

„Demokratie ist kein Fußballspiel, bei dem du nur Zuschauer bist“ (Die Ärzte)

Kommen Sie vorbei. Lassen Sie uns reden!

Auftakt am Orleansplatz
Freitagnachmittag, 8. September 2023 um 16 Uhr: Auftakt einer fünfteiligen Reihe von Kundgebungen der Münchner Omas gegen Rechts zur Landtagswahl.
Etwa 40 Frauen, darunter etliche neue OMAS, sind versammelt, um sich dem befürchteten Rechtsruck entgegenzustellen.
Die OMAS haben sich intensiv mit dem Landtagswahlprogramm der AfD beschäftigt und konfrontieren deren Thesen und Ziele auf großen Würfeln und Wimpeln mit Fakten und den menschenfreundlichen Ansichten der OMAS.
Darüber entspinnen sich Gespräche mit Passanten. Die Anstecker der OMAS „Herz statt Hetze“ sind heiß begehrt.

Zwei Kundgebungen am 15.9., und zahlreiche Omas gegen Rechts waren bei beiden dabei. Nach einer spontanen Begegnung mit den Sportfreunden Stiller, Flo im OMAS-Shirt, bildeten wir OMAS beim Globalen Klimastreik mit unseren Schirmen unter den 10 000 (!) Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine unübersehbare Gruppe, die später beim Umzug mit dem OMAS-Lied immer wieder Applaus erntete.

Das Konzert der Sportfreunde Stiller konnten wir leider nur ganz kurz erleben, weil unsere eigene Kundgebung am Orleansplatz um 16 Uhr startete.
Neue Beiträge bereicherten das Programm, darunter unser eigener Münchner OMAS-Song „Wer schweigt“, den Manuela Serafim im Juni komponiert hat…
“für die Demokratie, für die Demokratie,
für a Leben in Freiheit für di und mi“ (Refrain)

Eine Rednerin fasste das heiße Eisen Migration an, und die Themen Klima, Glück, Wirtschaft, Bildung, Freiheit, Respekt & Toleranz auf den Kartons boten wiederum viel Stoff für Gespräche mit Passanten. Wir freuten uns besonders über Besuch vom Verein Lichterkette e.V., mit dem wir  uns seit der Verleihung des „Lichtblicke“-Preises eng verbunden fühlen. Und wieder sind neue Omas zu uns gestoßen. Herzlich willkommen!

Große Überraschung am Freitagnachmittag, 29.9.23, auf dem Orleansplatz

Frau Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, besuchte den Stand der Omas gegen Rechts München auf dem Orleansplatz.

 

Sie tauschte sich mit einigen Omas aus und hörte in Oma Uschis Rede die Sätze: „Heute ist es wieder vorstellbar, dass eine rechtsextreme Partei schrittweise mit Hilfe der Instrumente der Demokratie die Grundwerte unserer Verfassung untergraben und totalitäre Strukturen einführen kann. Diese Entwicklung macht Angst, und ich fühle mich durch mein früheres bloßes Zuschauen mitverantwortlich für sie und möchte nicht mehr stumm sein, auch wenn ich alt bin.“ Frau Dr. Knobloch griff dann selbst zum Mikrophon, um ein Grußwort für die Omas zu halten. Sie erzählte uns, dass sie inzwischen 6 Urenkel hat und damit als Uroma eine Erweiterung für unsere Oma-Gruppe ist. Sie macht sich genauso Sorgen um den Rechtsruck in unserem Land wie wir und bestärkte uns in unserem Engagement. Wir waren alle sehr gerührt von ihrer Ansprache, sind sehr dankbar dafür und werden das als Motivation für unsere weiteren Aktionen mitnehmen. Es wurden auch ein paar Oma-Lieder gesungen, die von Constanze nicht nur mit der Gitarre begleitet wurden, sie gab auch stimmlich den Ton an.

Regina sprach in ihrer Rede von der Manipulation der Massen: „Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in unserer aufgeklärten Gesellschaft möglich wäre. Doch wenn man plötzlich im persönlichen Umfeld immer öfter die Wiederholungen von Hetzparolen gegen Ausländer, Politiker und sozial Schwächere hört, wenn in der eigenen WhatsApp-Gruppe plötzlich immer wieder Beiträge aus rechten Gruppen geteilt werden, fragt man sich: Wie kann das sein?“ Ja, das fragen wir uns ständig und versuchen bei unseren Freitagsdemos, die Menschen zu überzeugen, zur Wahl zu gehen und für demokratische Parteien zu stimmen. Es war ein außergewöhnlicher Nachmittag für uns alle.

Wir freuen uns auf nächsten Freitag – 6.10.23 ab 16h auf dem Orleansplatz – den letzten vor der Wahl, und auf gute Gespräche mit Passanten.

Allen Omas liegt es am Herzen, den Rechtsruck in diesem Land aufzuhalten, und das verkünden sie lautstark in Reden und Liedern. Die Omas haben viele verschiedene Ansatzpunkte, warum sie sich bei den Omas engagieren. Für Kati, die noch nicht sehr lange dabei ist, ist Inklusion ein wichtiges Thema. Dazu hat sie auf dem Orleansplatz eine sehr persönliche Rede gehalten:

Ich bin auch eine Oma, habe einen Sohn und zwei Enkeltöchter. Ich war 30 Jahre lang Ingenieurin, und in dieser Zeit war das für eine Frau nicht selbst-verständlich. Der Politiker der AfD, Björn Höcke hält in einem Interview die schulische Inklusion für ein „Ideologieprojekt“, das Kinder nicht weiter bringt, nicht leistungsfähiger macht. Ich habe allerdings ganz andere Erfahrungen hierzu. Meine erwachsene Enkeltochter war im 3. und 4. Schuljahr in einer Inklusionsklasse mit 5 Down-Syndrom Kindern. Noch heute erzählt sie von den schönen und positiven Erfahrungen. Rücksichtnahme auf schwächere Mitschüler*innen und gegenseitige Rücksichtnahme haben sie geprägt. Es hat bei ihr und bei der ganzen Klasse durchweg positive Spuren hinterlassen. Ich denke, dieses Schulmodell ist noch heute in vielen Schulen möglich. Und dies will die AfD verhindern, mit dem Argument „Keine ideologisch motivierte Inklusion“. Kinder mit Behinderung sind laut AfD besser in Förder- und Sonderschulen aufgehoben. Ich wünsche mir, dass wir und die nächsten Generationen in einem Land leben können, in dem Solidarität und Inklusion geschätzt werden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.