Bundespräsident fordert mehr Einsatz gegen Rassismus

© privat

© privat

Am 10. Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags am Olympia Einkaufszentrum in München am 22.07.2016, bei dem neun Menschen ums Leben kamen, forderte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mehr Einsatz gegen Rassismus.
Die Behörden werteten die Tat lange als unpolitischen Amoklauf. Steinmeier erklärte, dass es für die Hinterbliebenen und Angehörigen zu lange gedauert habe, bis der rechtsterroristische Anschlag in dem Einkaufszentrum auch als solcher anerkannt worden sei.
Alle Opfer stammten aus Familien mit Migrationsgeschichte oder der Minderheit der Sinti. Der 18-jährige Täter David S. hatte sie bewusst ausgewählt.
Die Initiative “München erinnern!“, in der sich Hinterbliebene der Mordopfer zusammengeschlossen haben, fordert anlässlich des Jahrestages eine Entschuldigung des Staates.
Die Stadt München installierte im Durchgang zum Prunkhof des Rathauses eine Tafel, die den Opfern einen zentralen Platz im Herzen der Stadt gibt.

OB Krause (c) Stadt München

OB Krause (c) Stadt München

Bei der Gedenkfeier sagte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause, dass die Tat ein schwerer Einschnitt in der Stadtgeschichte war und die Gedenkzeichen eine deutliche Mahnung darstellen, entschieden gegen Rechtsextremismus und Rassismus einzutreten.
Zum genauen Tatzeitpunkt des Jahres 2016 – hielt die Stadt München, 10 Jahre später, um 17:51 Uhr inne; auch U-Bahnen, Busse und Trams der MVG standen für eine Schweigeminute still.

 

 

Die OMAS GEGEN RECHTS München unterstützen die Initiative “München erinnern!” schon seit Beginn im Jahr 2022.