
Kaufering KZ Außenlager VII © OGR
Wenn die Stimmen der ZeitzeugInnen schwinden, bleiben nur noch Erinnerungsorte als stumme Zeugen. Eingeladen von Wolfgang Hauck / KunstBauStelle Landsberg konnten die OMAS GEGEN RECHTS einige Erinnerungsorte in Kaufering besuchen. Dank der Initiative von örtlichen Akteuren wurden sie vor dem Verschwinden gerettet.
KZ-Außenlager in und um Kaufering
Von dem ab Juni 1944 im Raum Landsberg/Kaufering errichteten größten Außenlager-Komplex des KZ Dachau existiert noch Lager VII, allerdings stark vom Verfall bedroht.
Gedenkorte „Rampe“ und “Hain der 30000“ am Kauferinger Bahnhof
Ein Güterwaggon erinnert an die Häftlingstransporte von und nach Auschwitz und Bergen-Belsen. Ein zweites Denkmal zeigt KZ-Häftlinge auf dem Todesmarsch.
Gedenkort KZ-Außenlager Kaufering III
Das Gelände dieses ehemaligen Außenlagers befindet sich heute inmitten einer Kleingartensiedlung. Auf dem Betonfundament einer abgerissenen Baracke wurden zwei Gedenksteine errichtet.
Gedenkort KZ-Außenlager Kaufering VII
Abgelegen in einem Waldgebiet sind von den ehemals 55 Erdhütten und 6 Tonröhrenbauten nur noch einige, meist halbverfallene, sichtbar. Seit Jahrzehnten setzt sich die Europäische Holocaust Gedenkstätte Stiftung Kaufering dafür ein, dass hier ein Dokumentationszentrum errichtet wird, das der Bedeutung dieses Opferortes gerecht wird. Bisher war die bayerische Staatsregierung dazu nicht bereit.
Disskussionrunde
An einer abschließenden Diskussionsrunde über den Umgang mit Erinnerungsorten nahmen als Gäste auch die Historikerin und Kuratorin Dr. Doris Danzer vom Stadtmuseum Landshut, Prof. Martin Stammbaum von der TH Augsburg, Helga Deiler von der Europäischen Holocaust Gedenkstätte Stiftung sowie ein Schüler des örtlichen Gymnasiums teil.
Wenn die Stimmen der ZeitzeugInnen schwinden, bleiben nur noch Erinnerungsorte als stumme Zeugen.
- KZ-Außenlager Kaufering III
- Todesmarsch-Mahnmal von H. Pilgrim in Kaufering


