
© tollhaus theater compagnie
«Vielleicht wirst du die einzige sein, die es überlebt«, sagte meine Mutter. »Aber wenn du es überlebst, musst du aufschreiben wie es war, was du erlebtest, was mit uns geschah, alles genauso, wie es sich ereignete. Dann ist es bezeugt.« Ida Löw erfüllte diesen Auftrag ihrer Mutter und der Schriftsteller Meyer Levin hat daraus einen Roman gemacht. in der Spielfassung von Hans Schlicht wird aus dem Roman ein Theaterabend über die Notwendigkeit des Erinnerns und über den Willen zu (über)leben.
Das Stück folgt der Geschichte einer jungen Frau, die mit mit falschen Papieren eine neue Identität annimmt, um dem nationalsozialistischen Vernichtungsapparat zu entkommen: Aus der 18-jährigen polnischen Jüdin Eva wird die 22-jährige Ukrainerin Katarina, die als Fremdarbeiterin nach Deutschland geht. Die tödliche Gefahr des Entdeckung bedroht sie ständig, mehrfach wird sie zur Gestapo zitiert. Dann nach Ausschwitz deportiert.
Erzählt wird nicht nur eine Geschichte von Angst und Unmenschlichkeit, sondern vom entschlossenen Festhalten am Leben. Auch um Zeugnis abzulegen für jene, die nicht überlebt haben.
Eine Schauspielerin (Ulrike Auras) spricht – wissend, dass sie nicht Eva ist und niemals Eva sein kann. Aber ihr Sprechen kann Stimmen hörbar machen, wenn sie zu verschwinden drohen. Kann Erinnerungen lebendig halten, wenn die letzten Zeitzeugen verstummen. Kann sich dem Vergessen, dem Verharmlosen, dem Leugnen entgegenstellen. Gerade heute.
Premiere: Donnerstag, 16. April 2026 um 20 Uhr
weitere Aufführungen: 17.April und 18. April 2026 um 20 Uhr
Karten gibt es: www.pasinger-fabrik.de und www.muenchenticket.de
weitere Details Pasinger Fabrik: Serie “Erinnern heißt Verantwortung”
