Gedenkfeier zum Jahrestag des tödlichen Brandanschlags auf die Diskothek „Liverpool“ 7.1.1984

Die Antisexistische Aktion München (Asam) lud ein zu einer Gedenkkundgebung am Ort und Jahrestag des Terrorattentats in der Schillerstraße. In mehreren Reden wurde der getöteten Corinna Tartarotti gedacht, darüber hinaus des am 7.1.2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannten Oury Jalloh. Beides waren keine Einzelfälle. Die Liste der Anschläge von Rechten in München ist lang, und in derselben Polizeizelle in Dessau kamen auch andere ums Leben. Opfer und Hinterbliebene mussten in der Regel lange Jahre gegen Vertuschung oder falsche Ermittlungsfährten kämpfen.
Ab 2023 soll das Gedenken an Corinna Tartarotti an ihrem Todestag 27.4. bei ihrem Grab auf dem Sendlinger Friedhof stattfinden.

 

Münchner Omas gegen Rechts bei der Demo München-solidarisch auf dem Odeonsplatz 5.1.2022

„Wir kämpfen gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft, der nach dem Einzug der AfD in viele Parlamente deutlich wurde und noch mehr in den jüngsten Demonstrationen der Querdenker und Gegner der Corona-Maßnahmen. Wir ältere Frauen wollen ein Beispiel sein für diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die glauben, sie haben keine Stimme. Wir wollen alle ermutigen, ihre Stimme für den Erhalt der Demokratie zu erheben. Alt sein heißt nicht stumm sein – ist unser Motto. Vernünftig und demokratisch denken heißt auch nicht: Stumm bleiben. Es ist so wichtig, dass die demokratisch und solidarisch gesinnte Mehrheit Flagge zeigt gegen die Lautsprecher von Rechts. Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie die Stimmung auf den Straßen und in den Sozialen Medien immer aggressiver wird, wie die Demokratie mit Füßen getreten wird.“

Auszug der Rede von Lisa für Omas gegen Rechts auf der Demo München-solidarisch am Odeonsplatz am 5.1.2022

Demonstration am Mittwoch, 5.1.2022, 18.00 Uhr am Odeonsplatz

Angemeldete Demonstration von „München solidarisch!Ein neues Bündnis gegen die Querdenken-Bewegung“. Getrieben von der Empörung über die in München stattfindenden „Spaziergänge“ der von Rechten unterwanderten Querdenkerbewegung, formierte sich unter dem Namen „München solidarisch“ ein breites und loses Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Parteien und Einzelpersonen.

Um Querdenker*innen nicht weiter unsere Münchner Innenstadt zu überlassen, ist für Mittwoch, 5.1.2022, eine Demonstration am Odeonsplatz angemeldet.

Treffpunkt der Omas gegen Rechts ist der Eingang zum Hofgarten (innen) um 17.45h.

„Kein Geld für rechten Hass“

„KEIN GELD FÜR RECHTEN HASS“

Die Münchner Omas gegen Rechts beteiligen sich an der Aktion der Lichterkette e.V.

„Kein Geld für rechten Hass“.

Nach dem Wiedereinzug der AfD in den neuen Bundestag könnte die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES) einen Anspruch auf Finanzierung durch Steuergelder haben, weil es trotz Warnungen und Kampagnen zu keiner Regelung der Finanzierung für Parteistiftungen kam. Das rächt sich jetzt: Die DES soll zwar das bürgerliche Antlitz der AfD sein, aber in Wirklichkeit könnte sie durch Wissenschaftsförderung und Stipendien antidemokratische, ausgrenzende und rechtsradikale Positionen salonfähig machen.

Wir fordern: Keine Millionenbeträge an Steuergeldern für rechten Hass

Mit der lokalen Aktion „Kein Geld für rechten Hass“, fordern wir in offenen Briefen unsere Bundestagsabgeordneten auf, sich rasch für ein neues Stiftungsgesetz einzusetzen und zu verhindern, dass zukünftig rechte Ideologien mit Steuergeldern finanziert werden.

Münchner Freiwilligen Messe Online

Die Münchner Freiwilligen Messe findet am 23. Januar 2022 nur online statt.

Auch die Münchener Omas gegen Rechts sind online vertreten.

Das ausführliche Programm finden sie hier

„Alt sein heißt nicht stumm sein“ – politisches Engagement im Ruhestand

Ausgerichtet von Senioren Volkshochschule München
N170006 – Online

Freitag, 3. Dez. 2021, 18:00 bis 21 Uhr; 10 / 5€

In Zeiten von demografischem Wandel und sozialstaatlichem Umbau werden Ältere aufgefordert, auch im Ruhestand mehr gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Politik und Wissenschaft interessieren sich mehrheitlich für die sozialen und karitativen Aktivitäten älterer Menschen, während ihr politisches Engagement kaum Berücksichtigung findet. Die Veranstaltung möchte als Beispiel von herausragendem politischem Engagement die Aktions-Initiative „Omas gegen Rechts“ vorstellen und mit dem Autor Dr. Sven Schwabe sowie der Seniorenbeirätin Dr. Ingrid Seyfarth-Metzger besondere Formen der gesellschaftlichen Mitverantwortung von Älteren diskutieren.

Keine Steuergelder für die AFD-Stiftung

Zusammen mit anderen Organisationen appellieren die Omas gegen Rechts Deutschland-Bündnis an die Ampel-Parteien, der AfD-nahen Erasmus-Stiftung keine Steuergelder zukommen zu lassen.

Stellvertretend erklärt Marion Förster: „Die Stiftung der AfD will unsere Demokratie von innen zerstören: Ausbildung faschistischer Kader, Verbreitung von Desinformation und Hetze, das Verschieben des gesellschaftlichen Konsenses nach rechts.“ Bereits 2020 hatten die Omas gegen Rechts Abgeordnete des Bundestages aufgefordert, sich gegen die Auszahlung von Steuermitteln an die Erasmus-Stiftung einzusetzen. Sie setzen nun ihre Hoffnungen in die Parteien einer womöglich bald zustande kommenden Ampel-Koalition. „Wir hoffen weiter, dass die künftige Ampel-Koalition ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt und verhindert, dass Steuergelder an den äußeren rechten Rand verschwendet werden.“

Am 15.11. erschien in der Süddeutschen Zeitung die Anzeige „Keine Steuergelder für die AfD-Stiftung!“, unterzeichnet auch von Omas gegen Rechts Deutschland-Bündnis. (Abbildung).

Lesenswert: Ein Hintergrund-Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 16.11.21

Von der Idee zur Tat – Bilanz der Aktion „Tausende stimmen gegen Rechts“ Juni-September 2021

An einem sonnigen Freitagnachmittag verabschieden sich die Omas gegen Rechts München von der Sendlinger Straße. Fünfzehn erlebnisreiche Wochen lang haben sie sich gegen rechte Politik gestellt und dabei für Toleranz und Respekt in der Gesellschaft und für das Bewahren der Demokratie geworben.

Die Idee eines eigenen Beitrags zur Bundestagswahl entsteht im Februar 2021: In einer Kampagne soll die schweigende Mehrheit zu Äußerungen gegen Rechts bewegt werden. Die eigene Begeisterung wird in einem Kampagnen-Workshop gestärkt. Doch Social Media-Experten erklären den Omas, dass es für eine Kampagne zu spät sei, dass sie weder ein klares Konzept noch eine Reichweite hätten. Schock, Ernüchterung, Zweifel. Trotzdem wollen die Omas versuchen, ihre Aktion „100 Tage bis zur Wahl“ durchzuführen: Ein kleines Team, unterstützt von Professionellen für Grafik und ein Pitch-Video, ruft zu wöchentlicher Präsenz in der Innenstadt auf.

Die intensive Arbeit bis zum Auftakt zahlt sich aus: Süddeutsche Zeitung, Haidhauser Nachrichten, Radio Lora, der Bayerische Rundfunk und MünchenTV berichten über die Aktion „Tausende stimmen gegen Rechts“. Lichterkette e.V. gewährt einen finanziellen Zuschuss.

Bei Kundgebungen an der Münchner Freiheit, in der Sendlinger Straße und auf dem Nordhaideplatz erfahren die Omas, neben wenigen unangenehmen Begegnungen, großen Zuspruch. Mehr als 400 Karten werden von Passant*innen beschriftet und bemalt; rund 100 Personen lassen sich fotografieren oder schicken bebilderte Botschaften ein. Nicht zuletzt werden neue aktive Omas gewonnen.

Tausende zählbare Stimmen sind es am Ende der Aktion zwar nicht, doch Hunderte haben ihr Vertrauen in die Demokratie, ihren Wunsch nach einer gerechteren Gesellschaft und ihre Hoffnung auf eine friedliche Welt mit den Omas geteilt. Zahllose freundliche Gesten bleiben in Erinnerung. Es gibt Grund genug, weiter aktiv gegen Rechts einzutreten, doch die Wahlergebnisse in München sind ermutigend: AfD 4,5% (minus 3,8%), Dritter Weg und NPD 0,0%

Herzlichen Dank für vielfältige Unterstützung:

Saskia Kölliker

Manuela Serafim

Lichterkette e.V.

JIZ München

München ist bunt e.V.

Landeshauptstadt München: Fachstelle für Demokratie, Versammlungsbüro im KVR

Sambagruppe Drumadama

Stelzentheater ZEBRA

www.kvr-muenchen.de

24.09.21 Kampagne in der Sendlinger Straße

 

OMAS sind stark! Mittags demonstrieren sie mit beim Globalen Klimastreik, und um 15 Uhr sind sie bei ihrer eigenen letzten Kundgebung vor der Bundestagswahl zur Stelle. 100 Tage dauert die Kampagne „Tausende stimmen gegen Rechts“; daher werden auch heute, zwei Tage vor der Wahl, noch Stimmen gesammelt. Der Austausch vor allem mit jungen Menschen ist intensiv. Eine junge Frau erzählt, dass sie uns OMAS schon bei vielen Demos gesehen hat und dass sie sich in unserer Nähe besonders wohl fühlt. Die jungen Leute freuen sich, dass wir beim Wählen auf ihrer Seite sind, dass wir zu den Älteren gehören, die das Wohl der Enkel-Generation im Blick haben.

Lisa