Großdemo „Gemeinsam gegen Rechts“ mit den Omas gegen Rechts München

Omas gegen Rechts München bei der Groß-Demo am 21.1.24

Schon im Vorfeld der Groß-Demo „Gemeinsam gegen Rechts“ waren die Münchner Omas gegen Rechts stark beschäftigt. Wir gehörten zu den Veranstaltern, wurden angefragt wegen Zeitungs- und Radio-Interviews und wurden während der Demo von einem Jungfilmer begleitet. Besonders erfreulich ist zudem, dass sich rund um die Demo zahlreiche Frauen bei uns gemeldet haben und mitmachen wollen beim Kampf gegen den Rechtsruck in unserem Land. Herzlich willkommen!

So waren wir am Sonntag am Siegestor mit unseren Schirmen unübersehbar, selbst wenn etliche Omas anderswo in der Menge stecken geblieben waren. Nach der frühzeitigen Beendigung der Demo hatten wir noch unseren freundlich applaudierten „Auftritt“ als Sängerinnen in der Akademiestraße.

Kompliment an die Organisator*innen, die diese Mut machende Großveranstaltung binnen einer Woche auf die Beine gestellt haben – ganz in unserem Sinne, weil wir als Omas gegen Rechts „nicht schweigen“ zu unserem Motto gemacht haben.

 

NSU-Aufarbeitung mit staatlicher Unterstützung?

Diskussion zu den aktuellen Planungen für ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex

12. Dez 2023 | 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum München
     

 

Eine Kooperation von NS-Dokumentationszentrum München, Public History München und dem Münchner Stadtmuseum

Mit : Mandy Boulgarides (Tochter von Theodoros Boulgarides) Gavriil Voulgaridis (Bruder von Theodoros Boulgarides), Jörg Buschmann und Dana Schlegelmilch (Mitautor*innen der Machbarkeitsstudie, RAA Sachsen e.V.) Moderation: Tunay Önder (Public History München, Kulturreferat)

Bayern gegen Rechts – 35.000 Menschen demonstrieren auf dem Odeonsplatz gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft

Zahlreiche Redner und Rednerinnen, darunter Frau Dr. Charlotte Knobloch, sie meinte, sie appelliere „nicht an die schweigende Mehrheit“, sondern „an die mutige Mehrheit, die heute hier ist. Angela Bauer vom Bellevue di Monaco bedauerte in ihrer Rede: „Es gibt kein Halten mehr. Alles darf gesagt und fast alles getan werden – Hauptsache, der Spruch ist markig und erreicht die Wählerinnen und Wähler am ganz rechten Rand.“  Kultur-Größen wie Dreiviertelblut, die Spider Murphy Gang, Maxi Schafroth, Michael Mittermeier, Luise Kinseher, die Wellbrüder, LaBrassBanda, Lena Gorelik und viele andere haben sich auf der Bühne für die Erhaltung unserer funktionierenden Demokratie ausgesprochen. Frau Prof. Dr. Ursula Münch, die Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, berichtete, dass sie für ihren Auftritt im Vorfeld kritisiert wurde. Sie hat trotzdem gesprochen, weil die politische Neutralität für sie da aufhört, wo eine Partei wie die AfD die Demokratie gefährde. Vielen Dank an alle, die ein großartiges Bühnenprogramm mitgestaltet haben. Und einen ganz besonderen Dank an 35.000 Menschen, die den Abend zu einem ganz besonderen Ereignis gemacht haben. Ein wunderbarer, inspirierender Abend auch für die Omas gegen Rechts Muenchen, die zahlreich mit ihrem Markenzeichen, den weißen Schirmen, im Publikum standen. Dazu ein Film von der Filmemacherin Manuela Serafim:

https://youtu.be/fWFJymnH-No?si=0kJ_Jk97xZazTJtd

Trailer zum Film – nicht schweigen – von Manuela Serafim über die Omas gegen Rechts Muenchen

Nach dem Erfolg der Filmpremiere im Juli an der VHS München können Interessierte nun die Videodokumentation „nicht schweigen – Die Kampagne“ über und mit den Omas gegen Rechts München auf Vimeo über diesen Link leihen oder kaufen. Einfach die folgende Zeile in den Browser kopieren:
nicht schweigen – Die Kampagne online ansehen | Vimeo On Demand auf Vimeo
Weitere Infos findet ihr auf www.mein-videoportrait.de
Kurzer Trailer zum Film:

https://youtu.be/K-v03rbq-m0

nicht schweigen – Film im Streamingportal Vimeo

 

Der Film „nicht schweigen – Die Kampagne“, von Manuela Serafim, kann ab sofort online auf dem Streamingportal vimeo-on-demand über diesen Link

nicht schweigen – Die Kampagne online ansehen | Vimeo On Demand auf Vimeo

abgerufen werden:  Ausleihe für 24 Stunden, Gebühr 3 €                                Kauf und Download, Gebühr 8 €

Der Film kann weltweit abgerufen werden.

https://www.in-muenchen.de/stadtleben/interview-mit-elisabeth-redler-von-den-omas-gegen-rechts-nicht-tatenlos-zusehen-92394379.html?

Wir, die Omas gegen Rechts München, protestieren gegen Urteile, die antisemitische Hetze verharmlosen

In letzter Zeit häufen sich Urteile, die antisemitische, menschenverachtende und rassistische Hetze verharmlosen. In München hat das Verwaltungsgericht einen Polizei-Leibwächter nicht aus dem Dienst entfernt, sondern nur degradiert, der in Chats die Person, die er schützen sollte, verunglimpfte und zum Beispiel schrieb, als Fahrziel sei ihm Dachau lieber als Auschwitz, weil man da „früher heimkomme“, der mit „HH“ für „Heil Hitler“ grüßte. Der Ausruf „Judenpresse, Judenpack“ bleibt nach der Entscheidung der Braunschweiger Staatsanwaltschaft straffrei. Das Landgericht Frankfurt hat die Klage um rechtsextreme Chatgruppen von Polizisten in einem Frankfurter Revier nicht zugelassen. Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat 2022 einem zentralen NSU-Unterstützer die Strafe für einen planvoll herbeigeführten Angriff erlassen. So kann ein militanter Neonazi weiter aktiv im Milieu agieren.

Wir, die Omas gegen Rechts München, sind entsetzt über diese Entscheidungen und empört über das Signal, das von ihnen ausgeht.
Wie sollen wir Bürgerinnen und Bürger dem Schutz durch die Polizei vertrauen können? Wenn wir damit rechnen müssen, auf derart üble Hetzer, Rassisten und Antisemiten zu treffen! Wenn wir wissen, dass sie nicht aus dem Polizeidienst entfernt werden können, weil ein Gericht das verhindert! Wir protestieren gegen diese juristische Verharmlosung vor dem Verwaltungsgericht München und hoffen, nie wieder von derartigen Urteilen lesen zu müssen.

Palaver. Omas gegen Rechts. Interkultureller Austausch im Pop-up-Raum L 47 im Neuen Rathaus, Marienplatz

Auf Einladung von Sarah Bergh und Sara Mack können wir den Raum zweimal zweimal nutzen für Gespräche mit Frauen, die selbst oder deren Eltern aus dem Ausland nach München gekommen sind.
Bei Tee und Kuchen lernten wir OMAS am 25.1. Vertreterinnen des großen Dachverbands Morgen e.V. und des Münchner Migrationsbeirats kennen. Zusätzlich hatten OMAS Frauen aus ihrem privaten Kreis eingeladen. Wir sprachen über Schwierigkeiten des Ankommens, wenn alles fremd ist, vor allem auch die Sprache. Zur Willkommenskultur in München hörten wir vorsichtige Aussagen, keine pauschalen Urteile. Und was die allzu oft gestellte Frage angeht „Wo kommst Du her? Wo kommst Du eigentlich her?“, kommt es nach Aussagen der Befragten sehr auf den Ton und den Kontext an.
Die beiden Treffen sind ein Anfang. Wir werden sehen, was sich daraus für die interkulturelle Ausrichtung der Münchner Omas gegen Rechts ergibt.

Herzliche Einladung zum zweiten Treffen am 15.2.2023, 15 bis 18 Uhr!